REA-Gips steagips

REA-Gips steagips

REA-Gips – gut für die Umwelt

REA-Gips ist Gips, der in Rauchgasentschwefelungsanlagen(Abk.„REA“) gewonnen wird. In der REA werden die Rauchgase zum Beispiel mit Hilfe von Kalk vom Schwefel gereinigt. Er ist chemisch identisch mit natürlichem Gips, gegenüber diesem jedoch meist von höherer Reinheit. REA-Gips aus modernen Kraftwerksanlagen kann Naturgips in nahezu allen Anwendungen vollständig ersetzen. Auch der Naturschutzbund (NABU) begrüßt den Einsatz von REA-Gips als ökologisch vorteilhaft.

Aus REA-Gips von STEAG Power Minerals entstehen vielfältige und umweltfreundliche Gipsbaustoffe von höchster Qualität. Gips ist bauphysiologisch sehr wertvoll, weil er regulierend auf die Luftfeuchtigkeit wirkt. In Deutschland wird Gips vor allem im Innenausbau eingesetzt. Rund 75 Prozent der Gipsproduktion werden als Gipsplatten, Baugipse wie Putzgipse oder Spachtelmassen verarbeitet. Aber auch die Zementindustrie nutzt Gips als Regulierer für das Abbindeverhalten, und die Keramikindustrie stellt mit Gips Gießformen her. Kleinere Mengen Gips werden auch als Trägersubstanz für Tabletten und Gipsverbände eingesetzt.

Gips aus Naturlagerstätten oder als Nebenprodukt technischer Prozesse

Gips (chemischer Name: Calciumsulfat) ist als Mineral praktisch weltweit verbreitet. In der Natur kommt Gipsgestein vor als Calciumsulfat-Dihydrat (Ca[SO4] • 2H2O) oder Anhydrit (Ca[SO4]). Der natürlichen Entstehung von Gips liegt die Auskristallisierung von mit Calciumsulfat übersättigtem Meerwasser zugrunde, aber auch Prozesse wie die Verwitterung sulfidischer Erze und die in Vulkanen vorkommende Reaktion von Schwefelsäure mit Kalkstein lassen Gips entstehen. Gips besitzt eine nur geringe Mohshärte von 2 – mit einem Fingernagel ist es leicht einritzbar.

Ganz unterschiedliche Kristallformen von tafelig bis nadelig sowie rosettenartige Gebilde kommen vor. Verschiedene Reinheitsgrade und somit auch Färbungen sind an diversen Fundorten durch deren individuelle geologische Vorgeschichte entstanden. So ist Gips im Allgemeinen farblos bis weißlich, je nach Beimengung natürlicher Sedimente aber auch gelblich bis gräulich gefärbt.

Gips ist aber auch ein industrielles Nebenprodukt großtechnischer Chemie-Verfahren und entsteht beispielsweise bei der Herstellung von Citronen- oder Weinsäure. Im Industrie-Bereich wird Gips in der Regel gebildet, indem Calcium-Verbindungen mit Schwefelsäure oder dem Schwefeldioxid von Rauchgasen (sog. Rauchgasentschwefelung) umgesetzt werden.

Stoffliche Qualität und Ästhetik – Gips als wichtiger Faktor in der Bauindustrie

Gips findet als ein begehrter Rohstoff in der Bauindustrie Verwendung. Weltweit wird er über oder unter Tage abgebaut oder bei industriellen Prozessen gewonnen. Weil er leicht zu bearbeiten ist, wird er als Baustoff schon seit der Jungsteinzeit verwendet, etwa für Fußböden sowie für dekorativen Zierrat.

Alabaster hingegen, eine bekannte mikrokristalline Varietät des Minerals, findet von alters her häufiger im Kunsthandwerk Verwendung – nicht nur aufgrund seiner Weichheit, sondern auch aufgrund seines geheimnisvoll-milchigen Schimmers.

Heute spielt Gips eine überragende Rolle beim Trockenbau und allgemein im Innenausbau in Bezug auf Wände, Böden und Decken.

Die Bautechnik macht man sich folgende Eigenschaften des Gipses zunutze: Das zuvor durch Dehydratation teilweise oder vollständig verloren gegangene Kristallwasser wird beim Anrühren mit Wasser wieder aufgenommen und abgebunden. Im Zuge dieser Rehydration entsteht ein festes, kristallines Gefüge.

REA-Gips: Die besonders umweltfreundliche Alternative von STEAG

Heute wird vor allem Rauchgasentschwefelungsanlagen-Gips (REA-Gips) im Bereich des Baus gebraucht. Dieser eignet sich ebenso wie Naturgips zur Herstellung diverser Produkte wie Gipskarton- und Gipswandbauplatten, kommt aber auch als Düngemittel zum Einsatz. Die Unterschiede der chemischen Zusammensetzungen beider Gipsarten wiegen so gering, dass in der Gipsindustrie von Gleichwertigkeit gesprochen wird. Bis auf wenige Spezialanwendungsgebiete kann der in wenigen Stunden hergestellte REA-Gips den aus Steinbrüchen gewonnenen, über Jahrmillionen gebildeten natürlichen Gips also ersetzen und so zum Schutz der Natur beitragen. Durch die künstliche Herstellung ist REA-Gips sogar gleichmäßiger als Naturgips und erlaubt so erst die schnellen Herstellprozesse für Gipsprodukte.

REA-Gips entsteht beim Entfernen der Schwefelverbindungen aus Rauchgasen, die Kohle- bzw. Raffineriekraftwerke produzieren, indem sie fossile Brennstoffe verbrennen. In einem Wäscher wird eine kalkhaltige Suspension eingedüst, die mit dem im Rauchgas enthaltenen Schwefeldioxid reagiert. Dabei entsteht der nun vielfältig einsetzbare REA-Gips, der unter dem Handelsnamen steagips bei STEAG bezogen werden kann. Initiates file downloadWeitere Informationen wie technische Daten stellt das Stoff-Informationsblatt von STEAG kostenlos bereit.

 
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