• DE
  • Asilikos, Strahlmittel, Flugasche, Kesselsand, Beton

    Pflastersteine statt Fahrverbote

    Um die Belastung der Stadtluft durch gesundheitsgefährdende Stickoxide dauerhaft zu senken, setzen immer mehr Kommunen auf Pflastersteine, die dank des Betonzusatzstoffes Photoment® zu Luftfiltern aufgewertet werden.

    Asilikos, Strahlmittel, Photoment, Flugasche

     

    Die Nachfrage nach innovativen Lösungsansätzen dürfte weiter zunehmen. Denn ab dem 22. Februar 2018 könnten bundesweit gerichtlich angeordnete Fahrverbote drohen.

    Mit höchster Spannung dürfte in vielen Kommunen in Deutschland dem Gerichtsspruch des Bundesverwaltungsgerichtes Leipzig erwarten. Dieses wird in letzter Instanz darüber entscheiden, unter welchen rechtlichen Voraussetzungen Fahrverbote gegen Diesel-Fahrzeuge ausgesprochen werden können – oder gar müssen. Zuletzt hatte am 28 Juli das Verwaltungsgericht Stuttgart im Sinne der klagenden Deutschen Umwelthilfe befunden, dass der aktuelle Luftreinhalteplan für Stuttgart nicht ausreichend sei und ab dem 1. Januar 2018 daher Fahrverbote für Dieselfahrzeuge als „rechtlich zulässig und unausweichlich“ anzusehen seien. Das Land Baden-Württemberg akzeptierte das Urteil nicht und entschied sich für eine Sprungrevision – nun herrscht Ende Februar endgültig und bundesweit Klarheit, ob ältere Diesel-Fahrzeuge zukünftig in der Garage bleiben müssen.

    Wollen Kommunen zukünftig vermeiden, dass die betroffenen Autos ihrer Bürger, aber auch stadteigene Busse oder Müllfahrzeuge, zum Stillstand verdonnert werden, ist es höchste Zeit, in dauerhafte Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität zu investieren. Hilfe bekommen die Städte und Gemeinden dabei vom Bund, der den Mobilitätsfonds auf eine Milliarde Euro verdoppelte.

    Urbane Oberflächen mit Zusatznutzen versehen
    Neben der Anschaffung moderner, sauberer Fahrzeuge sehen es viele Kommunen als unausweichlich an, auch städtebauliche Maßnahmen zu treffen, um die Luftqualität dauerhaft zu verbessern. Bei diesen spielen immer häufiger auch Pflastersteine eine Rolle, die im Herstellungsprozess mit Photoment® versehen wurden. Hierbei handelt es sich um einen photokatalytisch aktiven Betonzusatzstoff der mithilfe des Sonnenlichtes die Stickoxide aus der unmittelbaren Umgebungsluft abbauen kann (siehe Infokasten). „In Zeiten, in denen wir Menschen alles optimieren und mit Zusatznutzen versehen, müssen wir mit Blick auf die Luftqualität in Städten auch den möglichen Zusatznutzen von Oberflächen miteinbeziehen – besonders vor dem Hintergrund schwindender Grünflächen in den Innenstädten“, erläutert Andreas Hugot, Geschäftsführer von STEAG Power Minerals.

    Bottrop und Stuttgart machen’s vor – andere Kommunen ziehen nach
    In der InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop gibt es bereits seit 2015 eine Fläche mit Photoment®-Pflastersteinen, die an einer vielbefahrenen Straße in der Bottroper Innenstadt für bessere Luft sorgt. Aufgrund der positiven Effekte hat sich die Stadt im Ruhrgebiet nun dazu entschlossen, weitere Flächen mit den luftverbessernden Pflastersteinen zu versehen.

    Und auch in Stuttgart ist man von der Wirkungsweise von Pflastersteinen mit Photoment® überzeugt. In der besonders stark belasteten Innenstadt wurden bereits auf insgesamt 6.000 Quadratmetern photokatalytisch aktive Pflastersteine verlegt. Bei der Neugestaltung des zentralen Dorotheen Quartiers wurden ebenfalls mehrere tausend Quadratmeter mit Photoment®-Steinen gepflastert.

    „Die namhaften Vorreiter haben weitere Kommunen auf unser praktikables, weil unkompliziert anzuwendendes Lösungsangebot aufmerksam gemacht“, so Andreas Hugot. So kann das Unternehmen zukünftig auch auf 7.000 Quadratmeter photokatalytisch aktiver Fläche in Emmendingen verweisen, weitere 3.000 Quadratmeter Photoment®-Pflastersteine wurden in Rastatt verlegt.

    Maßnahmenmix entscheidend
    Als alleiniges Allheilmittel will Andreas Hugot Photoment® bei aller Freude über die stetig steigende Nachfrage nicht verstanden wissen. „Es gibt keine eierlegende Wollmilchsau, um Stickoxide in Innenstädten zu bekämpfen. Vielmehr muss durch ein Zusammenspiel einzelner Maßnahmen die beste Lösung vor Ort gefunden werden – und hier bieten wir mit funktionalen Pflastersteinen einen wirksamen Teil des Ganzen an. Zudem sehen wir in der Technologie noch viel Potenzial, was die Wirksamkeit, aber auch die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten betrifft.“ Gut möglich also, das der Pflasterstein nicht das einzige Produkt bleiben wird, das dank Photoment® zum Luftfilter aufgewertet wird.