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  • Photoment, Flugasche, Strahlmittel, Kraftwerksnebenprodukte, Betonzusatzstoffe

    "Akkreditiert und hervorragend ausgestattet"

    In Gladbeck betreibt STEAG Power Minerals ein nach DIN EN ISO / IEC17025:2005 akkreditiertes Bau- und Brennstofflabor.

    Die Serviceleistungen umfassen die Überwachung der eigenen Produkte sowie die technische Unterstützung der Konzern- und Tochtergesellschaften im In- und Ausland. Darüber hinaus haben aber auch Kunden von STEAG Power Minerals die Möglichkeit, das vorhandene Know-how in Anspruch zu nehmen: Sie können die Laborexpertise beispielsweise nutzen, um die Qualität ihrer Produkte zu prüfen oder neue Erzeugnisse und Betonrezepturen zu entwickeln. Auch andere Energieerzeuger und Industriekunden lassen ihre festen Brennstoffe in dem akkreditierten Brennstofflabor untersuchen. Laborleiter Christian Pradel spricht im Interview über das breite Leistungsspektrum.

     

    Herr Pradel, auf den Laborservice können auch Kunden von STEAG Power Minerals zurückgreifen. Welche Produkte untersuchen Sie?

    Im Baustofflabor liegt unsere Hauptaufgabe in der regelmäßigen Überprüfung von Flugasche. Wir untersuchen aber auch Materialien wie Granulat, Kesselsand, Strahlmittel oder Pflastersteine. Im Brennstofflabor steht die Analyse fester Brennstoffe wie Steinkohle, Biomasse und anderer sekundärer Brennstoffe wie Klärschlamm im Fokus.

     

    Welche Verfahren kommen dabei zum Einsatz?

    Flugasche wird nach DIN EN 450 überwacht. Dies umfasst unter anderem die Bestimmung der Parameter Glühverlust, Feinheit mittels Luftstrahlsiebung, Kornrohdichte und Aktivitätsindex. Zusätzlich werden viele weitere für den Verwender wichtige Eigenschaften geprüft, wie beispielsweise der Wasseranspruch. Die Kohleanalytik beinhaltet neben der Probenaufbereitung die Elementar- und Immediatanalyse sowie die Bestimmung des Heizwerts. Darüber hinaus können wir die oxidische Zusammensetzung der Kohle mittels Röntgenfluoreszensanalyse (RFA) bestimmen.

     

    Wodurch zeichnen sich die Laborleistungen besonders aus?

    Unser größter Pluspunkt ist sicherlich die bestehende Akkreditierung, die bei Brennstoffen zwingend für die Nutzbarkeit der Ergebnisse zur Emissionsberechnung im Rahmen des CO2-Monitorings erforderlich ist. Des Weiteren kann im Brennstofflabor der sogenannte N4-Test durchgeführt werden, der Aufschluss darüber gibt, ob sich Kohleproben unter bestimmten Voraussetzungen selbst entzünden. Dies ist eine wichtige Information im Zusammenhang mit dem Transport und der Lagerung von Kohle. STEAG Power Minerals hat den photokatalytisch aktiven Betonzusatzstoff Photoment® entwickelt, der dazu beiträgt, die stetig wachsende Belastung durch Stickoxide zu reduzieren. Aktuell kommt Photoment® in Betonpflastersteinen zum Einsatz. In diesem Zusammenhang testet das Baustofflabor die von Betonwarenherstellern entwickelten Produkte auf Dauerhaftigkeit mithilfe einer CDF-Truhe, in der Frost-Tau-Wechsel und Tausalzbeanspruchung simuliert werden. Darüber hinaus kann die NOx-Abbaurate mittels einer eigens dafür entwickelten Prüfvorrichtung bestimmt werden.