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  • Pionier auf dem Gebiet der Betonzusatzstoffe

    Seit über 25 Jahren ist Euroment in den Benelux-Staaten im Vertrieb von Betonzusatzstoffen, wie Flugasche und Kalksteinmehl aktiv. Das Joint Venture wird von seinen Kunden vor allem aufgrund seines fundierten technologischen Know-hows und seiner tiefen Marktkenntnis als zuverlässiger Partner geschätzt. Auch als Innovator tut sich das Unternehmen immer wieder hervor. Es leistet auf dem Gebiet alternativer Rohstoffe als Betonzusatzstoffe echte Pionierarbeit – und schafft damit zahlreiche Anknüpfungspunkte für den deutschen Markt.

    Im Jahr 1992 haben STEAG Power Minerals und der niederländische Baustoffhersteller Cementbouw das Joint Venture Euroment gegründet. Mit diesem Schritt bündelten beide Unternehmen ihre Kompetenzen in den Bereichen Kraftwirtschaft (STEAG Power Minerals) und Baustoffindustrie (Cementbouw) auf optimale Weise. Das Ziel: Den Kunden umfassende Leistungen bieten und flexibel auf Marktveränderungen reagieren. Cementbouw gehört zur irischen Cement Roadstone Holding und ist einer der größten Baustoffanbieter in den Benelux-Staaten. Das Unternehmen konzentriert sich auf Produktion und Handel mit primären und sekundären Rohstoffen für das Bauwesen. Cementbouw verfügt in den Niederlanden über eigene Produktionsanlagen für Transportbeton und Straßenbaufüller sowie über eine bestens ausgebaute Transportlogistik.

    Heute, über 25 Jahre nach der Gründung, hat sich Euroment als eines der führenden Unternehmen in den Benelux-Ländern fest etabliert und vertreibt von seinem Standort in Wanssum bei Venray erfolgreich Betonzusatzstoffe, wie Flugasche und Kalksteinmehl. Kunden schätzen das Unternehmen vor allem wegen seiner Liefertreue, seiner umfangreichen Produkt- und Marktkenntnis und seiner strikt kundenorientierten Organisation. "Wir sehen uns als Partner, der in einem offenen Dialog lösungsorientiert auf die Bedürfnisse seiner Kunden eingeht", so Patrick Ammerlaan, Direktor von Euroment. "Wir beraten auf der Basis unseres umfassenden Know-hows sowie unserer tiefen Marktkenntnis unsere Kunden individuell und finden gemeinsam mit ihnen genau die Lösung, die für das jeweilige Projekt den größtmöglichen Nutzen bringt." Um eine hohe Lieferzuverlässigkeit zu gewährleisten, hat Euroment Zugriff auf verschiedene Rohstoffquellen im In- und Ausland und verfügt über eigene Mischanlagen und Lagersilos an verschiedenen Standorten.


    Naturprodukt Kalksteinmehl

    Das Kerngeschäft von Euroment ist der Vertrieb von Betonzusatzstoffen. Zu diesen Stoffen gehört neben Flugasche auch Kalksteinmehl. Dabei handelt es sich um ein Naturprodukt, das hauptsächlich aus Calciumcarbonat (CaCO3) besteht. Hergestellt wird es aus Kalkstein, der in Kalksteinbrüchen abgebaut und anschließend "mehlfein" gemahlen wird. Die Qualität von Kalksteinmehl hängt von seiner Reinheit ab. Je höher der Anteil an CaCO3 ist, desto reiner ist das Kalksteinmehl. Euroment bietet verschiedene Ausführungen von Kalksteinmehl an, die, je nach Anwendungsgebiet, in der Betonindustrie individuell angepasst werden können. Die bekanntesten Produkte sind Betofill und Betofill Plus. Das Kalksteinmehl beider Marken hat ein CaCO3- Anteil von 97 Prozent, wobei Betofill Plus die etwas feinere Variante darstellt.

     

    >> In den Niederlanden wird dieses Konzept
    (k-Wert-Konzept) als Attestbeton bereits seit
    Beginn der 1990er Jahre erfolgreich angewendet.
    Das Prinzip dieses Konzepts erlaubt unter
    definierten Bedingungen Abweichungen von
    den Anforderungen an den Mindestzement-
    gehalt und an den höchstzulässigen Wasserzementwert. <<

    - Patrick Ammerlaan, Direktor von Euroment

     

     

    Attestbeton - Innovation für eine nachhaltige Zukunft

    Nicht nur im Vertrieb von Betonzusatzstoffen ist Euroment ein zuverlässiger Partner. Das Unternehmen hat sich darüber hinaus auch als Innovator einen hervorragenden Ruf gemacht. So war Euroment maßgeblich an der Entwicklung des Betonkonzepts "Attestbeton" beteiligt.

    Nach den derzeitig gültigen Normen DIN EN 206-1/DIN 1045-2 dürfen Zusatzstoffe des Typs II mit einem Anrechenbarkeitswert k angerechnet werden. Dieses k-Wert-Konzept ermöglicht, ohne weitere Prüfungen, neben dem Konformitätsnachweis des Betons, die Anrechnung eines festgelegten Zusatzstoffgehalts auf den (äquivalenten) Wasserzementwert bzw. den Mindestzementgehalt. Zudem wird auch die Verwendung eines Zusatzstoffs nach dem Prinzip "Beton mit gleicher Leistungsfähigkeit" (ECPC = equivalent concrete performance concept) ermöglicht.

    "In den Niederlanden wird dieses Konzept als Attestbeton bereits seit Beginn der 1990er Jahre erfolgreich angewendet. Das Prinzip dieses Konzepts erlaubt, unter definierten Bedingungen, Abweichungen von den Anforderungen an den Mindestzementgehalt und an den höchstzulässigen Wasserzementwert", so Patrick Ammerlaan. Es muss eine festgelegte Kombination eines oder mehrerer definierter Zusatzstoffe und eines oder mehrerer definierter Zemente nach DIN EN 197-1 verwendet werden. Das Konzept Attestbeton gilt für alle Betonzusatzstoffe, die als Hauptbestandteil eines Zements nach DIN EN 197-1 verwendet werden dürfen.

    Attestbeton ist beispielsweise eine attestierte Kombination von Zement und Euroment Flugasche. Sie verringert das Risiko einer Alkali-Kieselsäure-Reaktion im Beton und reduziert gleichzeitig den bei der Herstellung von Zement und Beton verursachten CO2-Ausstoß maßgeblich. Die Kombination kann als Betonbinder verwendet werden. Jede zertifizierte Kombination ist einzigartig.

     

    Auf Veränderungen vorbereitet

    Eine große Herausforderung für Euroment ist es, stets flexibel auf die zunehmend dynamischen Veränderungen auf dem Energiemarkt und in der Bauindustrie zu reagieren. Das Ziel: jederzeit eine zuverlässige Lieferfähigkeit gewährleisten. Die Baukonjunktur und damit die Nachfrage nach Baustoffen unterliegen erheblichen Schwankungen. Zudem findet in den Niederlanden derzeit eine Diskussion über den verstärkten Einsatz von Biomasse und die Stilllegung von Kohlekraftwerksblöcken statt. "Vor diesem Hintergrund müssen wir die Balance zwischen schwankendem Abnahmepotenzial und sich verändernden Flugaschemengen schaffen", so Patrick Ammerlaan. "Aber genau dafür verfügen wir über optimale Rahmenbedingungen. So meistern wir die komplexen, logistischen Anforderungen über unseren Zugang zu einem breiten Netzwerk. Dieses besteht aus Partnern und Gesellschaftern, zum Beispiel dem Logistik-Team von STEAG Power Minerals und unseren Mitarbeitern in Wanssum." Zudem unterhält Euroment große Lagerkapazitäten, die in Zeiten des Wandels als Puffer dienen. "Mehrmengen aus den Benelux-Ländern können wir hier zwischenlagern und weitervermarkten."

    Auch was die Qualität seiner Produkte angeht, macht Euroment keine Kompromisse. "Wir beziehen unsere Flugasche ausschließlich aus hochwertigen Quellen, wie etwa über unser deutsches Mutterunternehmen und die niederländische Vliegasunie. Zudem verfügen wir über eine eigene Mischanlage und sichern die Qualität über unsere eigenen Baustofflabore." Patrick Ammerlaan fasst zusammen: "Durch die jahrelange Zusammenarbeit sind unsere Prozesse perfekt aufeinander abgestimmt. Die Zusammenarbeit funktioniert reibungslos, was uns ermöglicht, auf veränderte Marktbedingungen schnell und gut reagieren zu können."

     

    Anknüpfungspunkte für Deutschland

    Aus den Geschäftstätigkeiten Euroments in den Benelux-Staaten lassen sich verschiedene Anknüpfungspunkte für den deutschen Markt ableiten. In den Niederlanden werden bereits in hohem Maße alternative Rohstoffe, wie Kalksteinmehl verwendet. Es bestehen rund 16 Atteste für Kalksteinmehl. Auch in Deutschland gibt es diesen Trend, allerdings müssen hier noch Genehmigungen eingeholt bzw. Atteste erbracht werden. Das Ziel ist es, alternative Rohstoffe in einigen Jahren so zu vermarkten wie Flugasche. Dafür müssen hierzulande unter anderem Zulieferer gefunden und die regionale Zusammenarbeit der Tochterunternehmen gefördert werden. Von den Vorteilen, die in den Niederlanden ersichtlich wurden, kann auch der deutsche Markt profitieren: Durch das erweiterte Produktportfolio und mit Rohstoffen aus verschiedenen Regionen kann flexibler auf Kundenwünsche und das Marktumfeld reagiert werden.