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  • Strahlmittelgeschäft - quo vadis?

    Produkte auf der Basis von Schmelzkammergranulat aus Kohlekraftwerken bilden den Kern der Einweg-Strahlmittelpalette von STEAG Power Minerals. Der nach Lieferengpässen im vergangenen Jahr und den nun vorliegenden Empfehlungen der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung wachsenden Sorge um die Versorgungssicherheit auf Seiten der Abnehmer setzt STEAG Power Minerals ein durchdachtes Zukunftskonzept entgegen.

    Vom Rhein-Ruhr-Express bis zur südkoranischen Schiffswerft: Kunden aus der ganzen Welt bauen auf ASILIKOS, AFESIKOS UND ASILIT. Die Strahlmittel von STEAG Power Minerals werden aufgrund ihrer Qualität bei gleichzeitiger Wirtschaftlichkeit zunehmend nachgefragt.

    Hochwertige und geschätzte Produkte
    Als rein mineralische Produkte mit geringen Mengen an freier Kieselsäure sind die Einwegstrahlmittel aus dem Strahlmittelwerk von STEAG Power Minerals in Lünen nicht nur besonders umweltfreundlich, sondern auch ideal für den Einsatz auf verschiedenen Oberflächen. Durch eine nach Wunsch genau einstellbare Körnung von 0,04 bis 3 Millimetern können sie maßgeschneidert für jede Anwendung bereitgestellt werden, was ihre Beliebtheit in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert hat. Rund 145.000 Tonnen kann das Werk in Lünen, nach wie vor eins der modernsten seiner Art, jährlich produzieren.

    Rekordjahr für Lünen
    "2018 war ein absolutes Rekordjahr, unsere Strahlmittelproduktion in Lünen war bis zum Anschlag ausgelastet", resümiert Marcus Klenke, Leiter Geschäftsfeld Strahlmittel. Dazu beigetragen haben neben der Beliebtheit der Produkte bei den bestehenden Kunden auch verschiedene Entwicklungen im Markt: So mussten in den letzten Jahren einige Wettbewerber entweder ihre Produktion auf Basis von Schmelzkammergranulat schließen oder auf andere Rohstoffe umstellen. "Zeitweise schnellte die Nachfrage unerwartet so in die Höhe, dass unsere Produktion auf Hochtouren lief und wir den Anfragen trotzdem nur schwer hinterherkamen", so Marcus Klenke.

     

    "Wir haben derzeit ausreichend Rohstoff für die Produktion von Strahlmitteln bis mindestens ins Jahr 2023 auf Lager."

    Marcus Klenke, Leiter Geschäftsfeld Strahlmittel

     

    Rohstoff-Sicherung mittelfristig ...
    Und was, wenn die Rohstoffe aus den (deutschen) Kohlekraftwerken nun zum Schutz des Klimas kontinuierlich weniger werden und in absehbarer Zeit ganz wegfallen? Auf das Szenario, wie es jetzt von den Empfehlungen der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung vorgezeichnet wurde, bereitet sich STEAG Power Minerals bereits seit einigen Jahren konsequent und vorausschauend vor. So hat sich STEAG Power Minerals im ersten Schritt die Verfügbarkeit vorhandener Schmelzkammergranulat-Quellen in Deutschland gesichert. Derzeit kann das Unternehmen noch auf bedeutende Mengen "frischen" Granulats aus zwei deutschen Kohlekraftwerken zurückgreifen; den größten Anteil davon hat STEAG Power Minerals exklusiv für die kommenden Jahre unter Vertrag genommen. Darüber hinaus wurde über Jahre hinweg jede Tonne, die nicht für die Produktion benötigte wurde, auf Lager gelegt. Durch diese Maßnahmen stehen derzeit ausreichende Mengen für die Produktion von Strahlmitteln bis mindestens ins Jahr 2023 auf Abruf bereit.

     

    "Nach fast 10 Jahren intensiver Suche haben wir jetzt ein Ausgangsmaterial gefunden, das wir als adäquaten Nachfolger des Schmelzkammergranulats einstufen."

    Marco David, stellvertretender Vertriebsleiter

     

    ... und auf lange Sicht
    Und auch auf die Frage nach dem Rohstoff der Zukunft hat STEAG Power Minerals inzwischen eine Antwort parat: "Nach fast 10 Jahren intensiver Suche haben wir jetzt ein Ausgangsmaterial gefunden, das wir als adäquaten Nachfolger des Schmelzkammergranulats einstufen", kann Marco David, stellvertretender Vertriebsleiter, vermelden. Die Lieferverträge liegen seit Anfang des Jahres frisch unterzeichnet vor.

    In den kommenden Jahren stehen nun noch umfangreiche Investitionen an, um einen nahtlosen Übergang auf den neuen Rohstoff zu gewährleisten. "Die Strahlmittelproduktion in Lünen wird aber auch in der Zeit der Umstellung unvermindert weitergehen", so Marcus Klenke.Für eine reibungslose, optimierte Logistik sorgt letztlich die bereits Mitte 2018 erfolgte Konzentration von Produktion und Vertrieb am Anlagenstandort Lünen (ausführlicher Bericht in SEGMENT-Ausgabe Winter 2018).

    Auf welches Ausgangsmaterial STEAG Power Minerals für die Strahlmittelproduktion der Zukunft setzt und welche Produkte daraus entstehen werden, erfahren Sie in den kommenden Ausgaben von SEGMENT. So viel sei an dieser Stelle verraten: Wer von ASILIKOS überzeugt ist, darf sich auf die neue Generation Einwegstrahlmittel freuen - umweltfreundlich und mit exzellenter Performance.