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    Photoment® startet durch

    Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa ist die zunehmende Luftbelastung durch Stickoxide (NOX) besonders in Innenstadtlagen ein Problem, das Städte und Kommunen vor große Herausforderungen stellt – und auch der Druck durch Umweltverbände und die Öffentlichkeit wächst. Photoment®, der schadstoffreduzierende Betonzusatzstoff von STEAG Power Minerals, ist eine direkt umsetzbare, technische Lösung zur Senkung der NOX-Belastungen. Wir stellen Ihnen die aktuellen Bauprojekte mit Photoment® und die umfangreichen Maßnahmen von STEAG Power Minerals zur optimalen Platzierung des Zusatzstoffes im In- und Ausland vor.

    Asilikos, Strahlmittel, Flugasche, Kesselsand, Beton

    Eine planerische Mammutaufgabe beschäftigt Europa: Die EU-weit gültigen Grenzwerte für Stickoxide von maximal 40 Mikrogramm pro Kubikmeter werden insbesondere in verkehrsbelasteten Innenstadtbereichen bereits seit Jahren an hunderten Messstellen überschritten. Das Thema erhält zunehmend mediale Aufmerksamkeit, nachdem die EU die Einhaltung der Grenzwerte deutlich angemahnt hat und Umweltverbände erste Klagen eingereicht haben. Auch die Bundesregierung schafft verstärkt Aufmerksamkeit für das Problem – erst kürzlich forderte Umweltministerin Barbara Hendricks in deutlichen Worten eine übergeordnete, nationale Strategie, um die zunehmenden Schadstoffbelastungen in den Griff zu bekommen.

    Hauptverursacher der urbanen Belastungen ist der Straßenverkehr, auf den 40% der NOx-Emissionen zurückgehen. Die öffentlich diskutierten Gegenmaßnahmen konzentrieren sich deshalb auch auf die Reduktion des Innenstadtverkehrs. Das Problem: Gegenmaßnahmen wie Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge, Geschwindigkeitsbegrenzungen oder die Einrichtung zusätzlicher Umweltzonen sind beim Bürger unpopulär. Langfristige Konzepte wie die Förderung von Elektromobilität, dem öffentlichen Nahverkehr sowie Car- und Bikesharing-Projekten entfalten ihre Wirkung nur sehr langsam und sind keine Lösung für die nahe Zukunft. Die so genannte ‚blaue Plakette’, die zahlreichen Besitzern älterer Dieselfahrzeuge die Einfahrt in die Innenstädte verboten hätte, ist nach breiter Diskussion vorerst vom Tisch, alternative Ansätze zur Lösung der NOx-Problematik sind deshalb weiter gefragt.

    Photokatalyse als Lösungsansatz für Städte
    Eine schnelle und mit vergleichsweise geringem Aufwand realisierbare Lösung bietet STEAG Power Minerals mit dem Betonzusatzstoff Photoment®. Mit diesem Baustoff veredelte Betonoberflächen sind photokatalytisch aktiv und bauen Stickoxide aus der direkten Umgebungsluft ab. Um diese Reaktion auszulösen, wird Sonnen- oder nur Kunstlicht benötigt. Ein zentraler Vorteil gegenüber Konkurrenzprodukten: Neben Titandioxid, das für die photokatalytische Aktivität sorgt, enthält Photoment® auch hochwertige Flugasche, die für eine besonders gleichmäßige Verteilung des Titandioxids auf der Steinoberfläche sorgt und so die Reaktivität erhöht.

    Dies war Grund genug für die Stadt Stuttgart, sich bei den Planungen zur Erneuerung von mehreren städtischen Pflasterflächen für Photoment® zu entscheiden. Die Landeshauptstadt hat nicht nur wegen der hohen Verkehrsbelastung mit zu hohen NOx-Konzentrationen zu kämpfen – erschwert wird die örtliche Situation zusätzlich durch die Lage der Stadt in einem Talkessel, durch den die Luftzirkulation im Vergleich zu anderen Großstädten erheblich eingeschränkt ist. An mehreren Messstellen in der Stuttgarter Innenstadt werden die NOx-Grenzwerte deshalb regelmäßig um mehr als das Doppelte überschritten. In Stuttgart wurden deshalb 2 Pflastersteinflächen verlegt, bei denen Photoment® als Zusatzstoff in den verlegten Steinen zum Einsatz kommt. Die Strecken liegen im direkten Innenstadtbereich von Stuttgart: An der Kronprinzstraße wurde eine Fläche von 4.500 m2 gepflastert, an der Furtbachstraße sind nun 1.500 m2 städtische Fläche photokatalytisch aktiv. Und auch bei der Neugestaltung des zentralen Dorotheenquartiers wird eine Fläche von mehreren tausend Quadratmetern mit Photoment®-Steinen gepflastert.

    Kooperation mit leistungsfähigen Partnern vor Ort
    Für die Produktion der auf den Flächen verlegten Steine zeichnet ein starker, erfahrener Partner aus der Region verantwortlich: Die Kronimus AG. Seit 2012 arbeitet Kronimus mit der STEAG Power Minerals-Tochter Powerment zusammen, die Photoment® als Lizenzpartner insbesondere in Süddeutschland und Frankreich vertreibt. Neben hochwertigen Flugaschen von Powerment setzt Kronimus seit diesem Jahr auch Photoment® in der Produktion ein.

    Das Verhältnis der beiden Firmen geht dabei über eine reine Lieferantenbeziehung hinaus – denn dem Einsatz von Photoment® in Kronimus-Produkten stand eine intensive gemeinsame Entwicklungs- und Prüfphase voraus. Kronimus optimierte in diesem Zeitraum seine Rezepturen für Betonsteine mit Photoment® kontinuierlich und ließ die hergestellten Prüfkörper unter anderem im Baustofflabor von STEAG Power Minerals am Standort Gladbeck auf Festigkeit, Dauerhaftigkeit und photokatalytische Aktivität prüfen. Nach über 3 Jahren Entwicklungszeit und zahlreichen Prüfzyklen erfüllten die entwickelten Rezepturen die hohen Qualitätsansprüche von Kronimus.

    Die Stuttgarter Projektbeispiele zeigen, dass der Vertrieb von Photoment® große Entwicklungspotentiale besitzt – Grund genug für STEAG Power Minerals, sich mit dem Produkt auch zunehmend auf den internationalen Markt zu begeben. Denn Stickoxid-Belastungen im urbanen Raum sind nicht nur ein europäisches Phänomen: Auch in den boomenden Metropolen im asiatischen Raum rückt das Problem der Luftverschmutzung zunehmend in den Fokus, was bedeutende Wachstumspotenziale für Photoment® eröffnet.