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  • Überseequartier setzt neue Maßstäbe

    Wohnen, Leben und Arbeiten völlig neu definiert: Im Herzen von Hamburgs HafenCity entsteht derzeit das Westfield Hamburg Überseequartier. Bei dem Megaprojekt spielt Flugasche von STEAG Power Minerals eine zentrale Rolle.

    Auf der gigantischen Baustelle im südlichen Teil der Hamburger HafenCity rollen Bagger und Kräne auf Hochtouren. Täglich klettern die Gebäude, entworfen von namhaften  Architekten wie Böge Lindner K2 aus Hamburg oder dem Franzosen Christian de Portzamparc, ein Stück höher Richtung Himmel. Schon jetzt lässt sich erahnen, welche  Dimensionen das neue Überseequartier künftig einmal annehmen wird. Wenn das Megaprojekt in der zweiten Jahreshälfte 2022 eröffnet, ist die Elbmetropole um eine Attraktion  reicher: Auf einer Gesamtfläche von insgesamt 419.000 Quadratmetern – das entspricht etwa 10 Fußballfeldern – wächst derzeit ein Viertel, das völlig neue Maßstäbe setzt und pro Jahr geschätzte 16,2 Millionen Besucher anziehen soll.

    Das Areal der heutigen HafenCity hat schon immer einen besonderen Stellenwert in der Stadtgeschichte eingenommen: Ende der 1960er-Jahre veränderte sich mit den Seecontainern der Umschlag im Hamburger Hafen grundlegend und verdrängte den bis dahin dominierenden Stückgutumschlag in Säcken, Kisten und Fässern. Das Hafen- und Industrieareal südlich der Hamburger Innenstadt wurde mit der angrenzenden Speicherstadt zunehmend unattraktiver. Der Container-Umschlag benötigte einen wesentlich größeren Platzbedarf, große Stell- und Verladeflächen sowie einen entsprechenden Tiefgang. Folglich verlagerte sich die Hafenwirtschaft flussabwärts südlich der Elbe, man baute die großen Containerterminals Eurogate, Burchardkai, Tollerort und Altenwerder mit gigantischen Containerbrücken und der entsprechenden Hinterlandanbindung.

    Größtes Stadtentwicklungsprojekt Europas
    Für die Industriebranche auf dem Gebiet der heutigen HafenCity entwickelte die Stadt neue Nutzungsmöglichkeiten: Hier entsteht auf einer Fläche von circa 155 Hektar mit einem Investitionsvolumen von rund 13 Milliarden Euro eine gemischte Nutzungsstruktur aus Gewerbe, Büro und Wohnen, die die Hamburger Innenstadt um etwa 40 Prozent in Richtung Elbe erweitern soll. Nach Fertigstellung aller Quartiere im Jahr 2030 werden hier geschätzt 48.000 Arbeitsplätze und Wohnraum für annähernd 12.000 Menschen entstanden sein.
    Für die Anbindung an das bestehende Schnellbahnnetz des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV) wurde mit der Linie U4 eine ganz neue U-Bahn-Strecke mit drei Haltestellen in der HafenCity gebaut. Eine Erweiterung über die Elbe in Richtung Hamburg-Veddel ist bereits in Planung. Zweifelsohne ist die HafenCity aktuell Europas größtes innerstädtisches Stadtentwicklungsprojekt. Das bekannteste Einzelbauwerk in der HafenCity ist definitiv das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie. Mit dem Elbtower  soll am östlichen Quartiersende sogar noch ein markanter Abschluss gesetzt werden: Der 244 Meter in den Himmel ragende Wolkenkratzer wird nach seiner Fertigstellung 2025 das dritthöchste Gebäude Deutschlands sein, der Baubeginn ist für Anfang 2021 geplant. Eine öffentliche Aussichtsplattform auf circa 220 Metern Höhe wird einen  atemberaubenden Blick über die Hansestadt und darüber hinaus bieten. Allein die Gründung in dem verschlickten Untergrund zwischen Norderelbe und Oberhafenkanal ist eine bautechnische Herausforderung. Um ungewollte Setzungen des Gebäudes nahe der Elbbrücken zu vermeiden, müssen zur Stabilisierung und zur Ableitung der Bauwerkslast in tragfähigere Bodenschichten Bohrpfähle in bis zu 150 Meter Tiefe eingebracht werden, und davon insgesamt zwischen 100 bis 140 Stück. Bereits die in 2019 ausgeführten Probebohrpfähle sind mit einer Länge von 111,4 Metern und einem Durchmesser von 1,85 Metern die längsten, die je in Deutschland zum Einsatz kamen!

    Das Besondere am Konzept der HafenCity ist der hohe Anspruch an Urbanität gepaart mit Ansätzen ökologischer Nachhaltigkeit. So sind die Gebäude im östlichen Teil  beispielsweise über ein ausgeklügeltes Energiemanagementsystem miteinander verknüpft. Einzigartig ist auch die Verbindung von Land und Wasser: Die HafenCity wird nicht eingedeicht und somit vom Wasser getrennt. Vielmehr wird das Areal auf circa acht bis neun Meter über dem Meeresspiegel angehoben. Nur die Kai- und Uferpromenaden sowie die Wasserlagen der Plätze sind davon ausgenommen. Auf diese Weise bleiben die hafentypische Umgebung und der unmittelbare Zugang zum Wasser bewahrt. Gleichzeitig ist der Hochwasserschutz gewährleistet.

    Neuer Anziehungspunkt im Herzen der HafenCity
    Mit dem Überseequartier entstehen am Standort rund 650 Wohnungen in unmittelbarer Nähe zum Gewässer. Büros mit Rundumblick bieten Raum für etwa 4.000 neue Arbeitsplätze. Zahlreiche Freizeitangebote setzen das „Tüpfelchen auf dem I“ im attraktiven Viertel. So lädt eine Shoppingmall mit 200 Einzelhandelsgeschäften zum  ausgedehnten Einkaufsbummel ein. Die vielen Cafés, Restaurants und Bars locken anschließend mit schickem Ambiente und inspirierender Gastronomie zum Essen, Trinken und Entspannen. In einem futuristischen Multiplexkino kommen Filmfans auf ihre Kosten, und in drei neuen Hotels finden Touristen und Geschäftsleute komfortable Unterkünfte. Diese bieten insgesamt 830 Zimmer für Übernachtungsgäste – sowohl für Luxusliebhaber, für Ansprüche der gehobenen Mittelklasse als auch im Economy-Segment.

    Ein weiteres Highlight wird außerdem das Kreuzfahrtterminal mit unterirdischem Busbahnhof. Das gesamte Bauvolumen beträgt rund eine Milliarde Euro.

    Flugasche für optimale Betonrezeptur
    Doch damit das Megaprojekt mit seinen 14 Einzelgebäuden pünktlich fertiggestellt werden kann, muss der Ablauf des Baustellenbetriebs reibungslos und effizient gestaltet werden. Dafür sorgen unter anderem zwei mobile Betonmischanlagen von KBK - Kies Beton Krebs GmbH & Co. KG, die direkt in unmittelbarer Nähe zum Einsatz kommen  und dort insgesamt rund 300.000 Kubikmeter Beton produzieren. Die Bereitstellung mobiler Mischanlagen zur effektiven Betonversorgung von Großbaustellen ist aber nur ein Geschäftszweig des 1999 gegründeten Unternehmens mit Stammsitz in Neumünster. Neben der Disposition moderner Fahrmischer und Betonpumpen setzt KBK vor allem  auf individuelle und professionelle Lösungen im Bereich Betontechnik. „Wir kennen die speziellen Anforderungen verschiedener Bauvorhaben und sorgen durch fundierte  Beratung für eine optimale Betonrezeptur“, sagt Marc Fröhlich, geschäftsführender Gesellschafter bei KBK. So tragen beim Bau des Überseequartiers vor allem etwa 20.000  Tonnen Steinkohlenflugasche von STEAG Power Minerals dazu bei, dass ein dauerhaft guter Beton mit hervorragenden Eigenschaften hergestellt, geliefert und eingebaut  werden kann.
    „Unsere Flugasche sorgt im Beton unter anderem dafür, dass die Hydratationswärmeentwicklung in den massigen Betonfundamenten gesenkt wird und somit mögliche Rissbildungen auf ein Minimum reduziert werden“, so Michael Chemnitz, Key Account Manager bei STEAG Power Minerals.

    „Unser Lieferkonzept stellt sicher, dass wir immer schnell darüber informiert sind, wo Flugasche in der von uns gewünschten Qualität verfügbar ist.“

    Michael Chemnitz, Key Account Manager bei STEAG Power Minerals

    Liefersicherheit dank verschiedener Quellen
    Um das Projekt erfolgreich umzusetzen und eine konstante Belieferung sicherzustellen, hat STEAG Power Minerals gemeinsam mit KBK ein passendes Konzept erarbeitet:  „Die im Betonbau verwendete Flugasche muss der Norm DIN EN 450 entsprechen. So konzentrieren wir uns ausschließlich auf diese Qualität und beziehen die Flugasche  aus verschiedenen Quellen“, erklärt Chemnitz. Ein wesentlicher Lieferant ist das nahegelegene Kraftwerk Moorburg. Im vergangenen Winter kamen aber beispielsweise auch  Mengen aus Kraftwerken in Berlin und Dänemark zum Einsatz. Michael Chemnitz versichert: „Unser Konzept ist so ausgerichtet, dass wir immer einen Überblick darüber  haben, wo Flugasche verfügbar ist. Entsprechend können wir kurzfristig reagieren und immer ausreichend liefern.“

    Starke Partner seit mehreren Jahren
    Mit KBK arbeitet STEAG Power Minerals bereits seit mehr als fünf Jahren erfolgreich zusammen. Die Kooperation begann zunächst im stationären Geschäft mit der Belieferung der Betonmischanlagen. Seit KBK die stationären Anlagen 2016 verkauft hat, sind beide Partner gemeinsam auf Baustellen aktiv – so zum Beispiel im Rahmen eines Projekts an der A7 in Hamburg-Stellingen. Die Zusammenarbeit beider Unternehmen zeichnet sich vor allem durch offene Kommunikation und Vertrauen aus. So bekräftigt Marc Fröhlich: „Wir freuen uns, mit unserem Partner STEAG Power Minerals auch dieses Megavorhaben zuverlässig umsetzen zu können.“